Seidenband. Kapital, Kunst & Krise – eine Führung für Menschen mit und ohne Sehbehinderung

Samstag, 04. Mai
14:00–15:00 Uhr
Was hat der unscheinbare Spinnfaden eines asiatischen Schmetterlings mit dem Aufschwung und Niedergang eines ganzen Wirtschaftszweigs im Baselbiet zu tun? Die aus dem 16. Jahrhundert stammende Seidenbandindustrie entwickelte sich zur wichtigsten Arbeitgeberin in der Region Basel im 19. und frühen 20. Jahrhundert. Basler Seidenbänder waren weltweit unverzichtbar in der internationalen Mode.

Die Führung thematisiert den Alltag von Heimposamenterinnen und Heimposamentern: die Entstehung der kostbaren Bänder und das Leben rund um den Webstuhl. Verschiedenste Bandbeispiele, in Heim- und Fabrikarbeit gewoben, zeigen die Vielfalt des modischen Seidenbands und verweisen auf seine Bedeutung als Luxus- und Exportartikel. Eine besondere Attraktion bildet der lochkartengesteuerte Schiffchenwebstuhl (um 1900).

Dauer: 60 Min.
Für Menschen mit und ohne Sehbehinderung.
Anmeldung: +41 61 552 59 86, museum@bl.ch