projekt bühne basel: Horváth – Der jüngste Tag

Mittwoch, 19. Oktober
20:00 Uhr
Ein Provinzbahnhof. Die kesse junge Anna, der stramme Stationsvorsteher – ein Kuss. Ein verpasstes Signal. Das Zugunglück.

Ödön von Horváths Schauspiel «Der jüngste Tag» (1936) zeigt ein provinzielles Milieu, in dem sich aus einer Liebelei eine Katastrophe ereignet. Die Menschen fristen ihr Dasein, ohne die Ereignisse um sich herum wirklich verstehen zu wollen. Der Fortschritt ist angekommen. Die meisten haben es eilig. Es bleibt noch die Zeit, ans Bier zu denken.

Es sind die Toten, die das Weltgeschehen hinterfragen – nicht die Lebenden.

Das Ensemble Projekt Bühne Basel inszeniert Horváths selten aufgeführtes Schauspiel zwischen Tragik und Groteske. Die Szenerie verschiebt sich vom Dies- ins Jenseits. Das Übernatürliche wird Nährboden von Allgemeinplätzen und skurrilen Dialogen. Es waren die 1930er-Jahre. Im Zentrum stets die Frage: «Wer» oder «was» lenkt die Menschen?

Ödön von Horváth [1901–1938] sah sich selber als «Chronist seiner Zeit». Er warnte vor den totalitären Ideologien, er war eine Stimme der Menschlichkeit.

MITWIRKENDE

Ben Gageik – Hudetz
Jasmin Wenger – Anna
Anja Schlegel – Frau Hudetz / Leni
Lisa Bruder – Polizist / Dirigent / Streckengeher
Amina Frank – Frau Leimgruber / Staatsanwältin
Erosi Margiani – Alfons / Heizer
Lukas Hösli – Ferdinand / Kommissar
Nick Eminger – Wirt / Vertreter / Pokorny

Regie: Katja Zurbuchen
Licht, Sound & Klang-Effekte: Marin Wolf und Moritz Werner
Grafik: Hopping mad GmbH
Produktionsleitung: Claudia Rettore



Karten:
Erwachsene CHF 35
AHV, IV und Studenten mit Ausweis CHF 30
Jugendliche unter 16 J. CHF 15